CAMP APFELWURZ

Alexander Leschinez - Portfolio Dez 2021

In der Arbeit „Camp Apfelwurz“ geht es um eine Simulation des Campingurlaubs. Um Inklusion und Immanenz. Es ist ein Modell. Es sind eskapistische Schäfchenherden, Schrebergartenkolonien auf Rädern, ein Spektakel der Suche nach Erholung durch Zerstreuung. Ein Spektakel ist nicht ein Ganzes von Bildern, sondern ein durch Projektion vermitteltes gesellschaftliches Verhältnis zwischen Individuen. Ein Campingurlaub wäre in diesem Sinne kein temporärer Bruch mit gewohnten Strukturen, eher die Mobilmachung der Gleichen. Normal. Diszipliniertes Ausruhen und konkurrenzfähiges Natur-Genießen.  Die Naturresonanz jedoch, eine Art Schwingen auf elastischen Bändern, eine Art leises Glücksempfinden, bleibt aus. Weil vorher beschlossen. Weil kein Knopf, den man jederzeit drücken kann. Unverfügbarkeit steht diesen Urlaubern als Kategorie nicht zur Auswahl und wäre doch eine Hauptbedingung von Resonanz.

Die einzelnen Wohnwagen und Wohnanhänger sind zwischen 80 cm und 1 m hoch und beinhalten Fernsehsimulatoren aus der Einbruchsprävention. Das Licht wird in einem Zyklus von 2:40 Min auf- und abgedimmt. Parallel dazu präsentiert eine runde Projektion einen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang über wechselnden Landschaften. Der Aufbau ist begehbar